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Wolfgang Herzer

Biografie
Mitwirkende
Werkbeschreibung
Ausstellungen

 
Wolfgang Herzer wurde 1948 in Lübeck geboren, seit 1955 lebt er in der Oberpfalz, Kindheit als Mediziner-Sohn in der Lungen-Heilstätte Wöllershof. Herzer studierte von 1972 bis 1978 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Reimer Jochims und Jürgen Reipka. 1980 wurde er Kunstlehrer in Weiden, 1984 – 2002 war er Kommunalpolitiker, der sich gegen die WAA Wackersdorf stark machte, 1993 wurde er Mitbegründer des Kunstverein Weiden e.V., dessen künstlerischer Leiter er bis heute ist.

Herzers eigenes, im engeren Sinne künstlerisches Werk, das einen vor allem zeichnerischen Schwerpunkt hat, entwickelte sich über die Jahre in unterschiedliche Richtungen. Zeichnung, Malerei, Objekt, Landart.

Zwischen 1999 und 2005 befasste er sich zeichnerisch vor allem mit einer Stenographie für die visuellen und haptischen Erinnerungen an die Schlüssel-Erlebnisse seines Lebens, sie ist von den Form- Vorgaben des Hammers abgeleitet und liegt stilistisch zwischen Konkreter Kunst und Informel.


Arbeitsplatz

Die mittlerweile 21 Comic-Geschichten "Die Lückenknüllerkids – Geschichten aus Everywen", die 1995 als Illustration zur Hausordnung für die eigenen „Kids“ anfingen, haben in graphischer Hinsicht dieselbe Wurzel, ihre Handlung entsteht im Spannungsfeld zwischen Erzählung und Bild.

Aus Metapher, Kalauer und graphischer Laune entspringt "Everywen", eine bizarr-arkadische Welt, in der Niemand "erwaxen" wird und alles auf eigene Weise Hand und Fuß hat. Ihr offizieller Autor ist Omar Sheriff, ein unbekannter junger Mensch mit einer Tüte über dem Kopf, der seit 2001 in den Geschichten auch selber auftritt. Dabei spielt er auch mit Motiven von Herzers Familiensaga und Weidens jüngerer Stadtgeschichte. Er weiß Bescheid, weiß aber nicht alles.

Die Hauptpersonen, die vier Lückenknüllerkids Hier-Wohne-Ich, Hier-Soll -Es-Schön-Sein, Melo und No-Nein, haben mit ihren Ältern Woo-Fi und Vulkana und vielen anderen Everywenern eines gemeinsam. Wie die Figuren eines Brettspiels haben sie keine Beine.
Kein Problem!

Es geht trotzdem, wenn man das Leben als Spielbrett betrachtet.